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Entschleunigung im AlltagEin erfülltes Leben durch Downshifting?Unser Leben könnte so schön und voller Wunder sein, wenn wir uns die
Zeit nehmen würden eben dieses Leben in friedlicher Besinnung voller innerer Ruhe zu
betrachten. Doch wer nimmt sich im Leben die Zeit, die Schönheit des Lebens zu genießen,
zur Besinnung und Entspannung. Wer nimmt sich diese Zeit fürs Downshifting?
Handelt es sich hier wirklich um eine Trendwende im Umgang mit der
Zeit? Bleiben wir zu Beginn dieser kleinen Betrachtung beim oft zitierten Manager. Dass
ein guter Manager einen vollen Terminkalender hat und kaum an einem 8-Stunden-Tag gebunden
ist, steht außer Frage. Sicherlich wird einem Manager viel abverlangt und der auf ihm
ruhende Erwartungsdruck kann sehr hoch sein. Doch letztendlich erhält er dafür auch eine
entsprechende Vergütung. Und zwar in der Regel eine Vergütung in einer Höhe von der die
alleinerziehende Mutter kaum zu träumen vermag. Stellt der eine oder andere Manager eines
Tages die ersten Anzeichen von einem Burnout-Syndrom bei sich fest, so kann er es sich
vielleicht leisten einen Gang herunter zu schalten, kann von Downshifting und
Entschleunigung reden und eventuell auch zukünftig sein Leben dementsprechend umgestalten
und einrichten. Die gestresste alleinerziehende Mutter von drei schulpflichtigen Kindern
kann ihr Leben hingegen nicht problemlos entschleunigen. Ein erfülltes Leben durch Downshifting? Einfacher ausgedrückt, nur wer es sich leisten kann, derjenige kann sein Leben auch entschleunigen. Ein Trend, der an all den Menschen vorbei geht, die jede Arbeit annehmen müssen, wenn sie nicht im sozialen Abseits landen wollen. Nachfolgend ein kurzes Zitat aus einer E-Mail, verfasst von einer berufstätigen Frau Ende der Fünfziger und der die Arbeitsagentur kein ALG-II zugestehen wollte, weil ihr Ehemann angeblich genügend verdienen würde. Es sei angemerkt, beim Ehemann handelte es sich um keinen Schwerverdiener und der Verdienst des Ehemanns liegt unter dem eines Bauarbeiters: ....habe die Nase gestrichen voll, gehe mit 60 nachher in Rente. Äußert sich in derartigen Zeilen ein erfülltes Leben, auf das man
als Rentner zurückblicken möchte? Möchte man dieser Frau etwas von Downshifting oder
von Entschleunigung erzählen? Einer Frau, die darüber verbittert ist, dass sie jede
Arbeit annehmen und dabei jeden Weg zur Arbeit akzeptieren muss, einschließlich des
daraus resultierenden Stresses, nur um auch weiterhin ein menschenwürdiges Leben führen
zu können? Downshiftng «
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