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~ Zeitdehnung und Zeitschrumpfung ~Seite VIII handelt von Taktgeberzellen und mehr ...Noch einmal Beispiel zum Punkt A, der Zeitdehnung durch Vorfreude und Ungeduld und zur Zeitschrumpfung durch Verantwortung. Es ist Donnerstagabend und eine kleinere Reise als Kurzurlaub soll für das kommende Wochenende geplant werden. Ob zu den Großeltern aufs Land oder als Ausflug an die Küste auf Grund des herrlichsten Sommerwetters, ist für dieses Beispiel unerheblich. Der Nachwuchs im mittleren Kindesalter vernimmt es, ruft erfreut "Oh fein" und kann die Zeit bis zur Abreise kaum noch erwarten. Dabei dehnt sich für die Kinder die Zeit aus. Nach dem Motto "könnte nicht schon heute Samstag sein", will die Zeit kaum noch vergehen. Anders für die besorgten und verantwortungsvoll handelnden Elternteile. Hier rast die Zeit scheinbar dahin, schrumpft förmlich, dabei sind längst noch nicht alle Vorbereitungen getroffen. Dabei die Frage im Hinterkopf: "Haben wir auch nichts vergessen und an alles gedacht". Die Zeit für die Vorbereitung war halt mal wieder viel zu knapp bemessen und einkalkuliert, zumindest kommt es einem Elternteil so vor. Was sagt nun die Wissenschaft zu dieser gefühlsmäßigen Zeitdehnung oder Zeitschrumpfung? Da jede geistige Empfindung unserem Gehirn entspringt, so vermuteten einst die Wissenschaftler, dass auch für die Zeitempfindung bestimmte Areale unseres Hirns zuständig sind. Erwiesen ist lediglich, dass der Mensch, so wie alle höher entwickelten Lebensformen, eine innere biologische Uhr besitzt, diese jedoch viel zu ungenau geht, um kürzeste Zeitintervalle zu messen und zu steuern. Spezielle graue Zellen, die für ein Zeitgefühl verantwortlich sind, scheinen im menschlichen Gehirn nicht zu existieren, wenn man von den sogenannten Taktgeberzellen[1] der biologischen Uhr einmal absieht. Der Mensch und ebenso Säugetiere, verfügen zwar über Taktgeberzellen, nur hat es mit diesen vermutlich eine andere Bewandtnis. Darüber, das diese Taktgeberzellen den 24-Stunden-Rhythmus steuern, gibt es wohl kaum Zweifel, doch wird diesen Zellen nicht zugemutet, die zeitliche Wahrnehmung zu dehnen oder zu kürzen und ebenso wenig zeitliche Vorgänge im Millisekundenbereich zu steuern. Dennoch ist unser Gehirn in der Lage, kürzeste Zeitintervalle bis in den Millisekundenbereich, zu erkennen, zu verarbeiten und zu steuern. Sicherlich sind auf dem Gebiet der Hirnforschung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch viele neue Erkenntnisse zu erwarten, diese können uns heute (2007) jedoch noch nicht sehr viel weiter helfen. Anders sieht es hingegen auf dem Gebiet der Psychologie aus, dazu auf der nächsten Seite mehr. Der Lebenskreis I II III IV
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