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~ Leben in der Erinnerung ~Seite XIV und noch mehr zur WahrnehmungDie Wahrnehmung der bisherigen Lebenszeit wird in der Erinnerung gebildet. Wie lang diese bisherige Lebenszeit im Lebenskreis empfunden wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Ein Faktor dabei ist, wie bereits weiter vorne erwähnt, die Anzahl der bisherigen Lebensjahre. Ein weiterer Faktor ist zweifellos, ob ein Mensch sein bisheriges Leben als ein erfülltes Leben empfindet oder als ein Leben mit vielen vertanen Zeiträumen und Chancen. Sein eigenes Leben wird einen Menschen um so mehr als ein erfülltes Leben empfinden, je mehr positive Ereignisse auf der bisherigen Lebenslinie oder im bisherigen Lebenskreis sich mit den Jahren ansammelten. Negative Zeiträume und Erlebnisse verkürzen hingegen die Erinnerung an damit verbundene Zeiträume. Zwei oder drei Jahre im Gefängnis schrumpfen zu 5 Minuten in der Erinnerung, da es vertane Jahre waren und eine Zeit, an die sich ein Mensch in späteren Jahren oft nicht mehr so gern erinnert und wenn schon, dann nur an wenige besondere Erlebnisse oder Eindrücke. Eine Zeit, in der ein andere Mensch viele positive Erlebnisse hatte, an die er sich gern erinnert. Doch auch Zeiträume, die durch monotone Routine gekennzeichnet sind, wie ebenfalls bereits weiter vorne erwähnt, verkürzen die Wahrnehmung der bisherigen Lebenszeit in der Erinnerung. Nach der Maslowschen Bedürfnispyramide gipfelt ein Leben in der 5. Stufe, der Stufe der Selbstverwirklichung. Nun könnte hieraus leichtfertig die Schlussfolgerung gezogen werden, dass ein Mansch erst dann sein Leben als ein erfülltes Leben in der Erinnerung betrachtet, wenn er sich selbst verwirklicht hat oder auf dem besten Weg zur Selbstverwirklichung ist. Auf der anderen Seite, eine Mutter, die 5 bis 7 Kinder aufzog und diese auf dem Weg ins Leben begleitete, wird eventuell nie einen Gedanken an irgend einer Art von Selbstverwirklichung gehegt haben und dennoch rückblickend ihr Leben als ein erfülltes Leben betrachten. Ein weiterer Faktor soll an dieser Stelle noch berücksichtigt werden, der ebenfalls die Zeitwahrnehmung mit beeinflusst. Ein Kind lebt so gut wie nicht in der Erinnerung, alle Gedanken drehen sich vorrangig um die Gegenwart und Zukunft. Erst mit zunehmenden Alter gleitet der Mensch in seinen Gedanken zusehends in die Erinnerung ab. Mit jedem Jahr das nun vergeht, werden seine Gedanken immer öfters um Ereignisse in der Vergangenheit kreisen und sich weniger mit der Zukunft befassen. Einen Vorgang, den der Einzelne unterbrechen kann, in dem er sich auch mit zunehmenden Alter noch neuen Herausforderungen stellt und sich neue Aufgaben und Betätigungsfelder sucht. Der Lebenskreis IV
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